Minibauchdeckenstraffung
Bauchdeckenstraffung oder Minibauchdeckenstraffung?
Je nachdem, wie groß der Hautüberschuss im Bauchbereich ist, kann dieser durch unterschiedliche Formen der Bauchdeckenstraffung korrigiert werden. In den folgenden Abschnitten erläutern wir die Basisformen. Ist lediglich ein kleiner Hautüberschuss vorhanden, kann dieser mithilfe einer sog. Minibauchdeckenstraffung korrigiert werden. Allerdings entscheiden sich nur wenige Patienten für diesen Eingriff. Der Grund liegt darin, dass trotz eines nur geringen Hautüberschusses eine Narbe entsteht, die 75 Prozent der Länge aufweist, wie die Narbe, die bei der klassischen Bauchdeckenstraffung entsteht.
Wie wird eine Operation durchgeführt?
Bei einer Minibauchstraffung reduziert der Chirurg lediglich die Haut im Bereich des Unterbauches ähnlich wie bei der Fettschürzenkorrektur. Das erste Bild links zeigt die entstehende Narbe (weiß) sowie den zu reduzierenden Hautanteil (hell-transparent). Damit die Wunde wieder verschlossen werden kann, ist es notwendig, dass die Haut und das Fettgewebe bis zum Bauchnabel so abgelöst werden, dass sie über die Bauchmuskulatur verschoben werden können. Der Nabel muss nicht versetzt werden. Der Effekt der Straffung zeigt sich bei diesem Eingriff nur am Unterbauch bis hoch zum Bauchnabel. Ist die Haut des Oberbauches ebenfalls erschlafft, lässt sich dies nur durch eine klassische Abdominoplastik korrigieren. Eine Rektusdiastase ist nur teilweise reduzierbar, weil sie sich im Bereich des Oberbauches nicht richtig vernähen lässt.
Die Bauchstraffung ist bezüglich der Vor- und Nachbehandlung mit der klassischen Bauchdeckenstraffung identisch, da der Wundheilungsprozess bei beiden Behandlungsmethoden die gleiche Zeit in Anspruch nimmt. Allerdings sind bei der Bauchstraffung der operative Aufwand geringer bzw. die Narkosedauer kürzer. Daher werden die Kosten geringer sein.
Welche Unterschiede gibt es bei der klassischen Bauchdeckenstraffung?
Die klassische Operation der Bauchstraffung gilt als die am häufigsten durchgeführte Straffung am Bauch. Wie Sie auf dem ersten Bild rechts oben erkennen, verläuft die Narbe über die gesamte Breite des Bauches. Die Narbe ist zwar nur unwesentlich länger, als die der Minibauchdeckenstraffung, trotzdem ist eine wesentlich bessere und umfangreichere Hautstraffung möglich. Meist lässt sich die Haut bis zum Bauchnabel oder auch mehr entfernen. Dafür muss die Haut aber bis zum Rippenbogen mobilisiert werden, um den Oberbauch straffen. Außerdem muss die Haut über den ganzen Bereich bis über den Venushügel gespannt werden können. Auch bezüglich der Korrektur einer eventuell vorliegenden Rektusdiastase ist die Ausgangssituation bei dieser Methode wesentlich günstiger, weil der Operateur sie vom Venushügel bis zum Rippenbogen versorgen kann. Der Bauchnabel wird in der Regel bei der klassischen Abdominoplastik in eine neue Position gebracht. Dies geschieht, indem er aus seinem bisherigen Hautumfeld herausgeschnitten und dann in die über ihn gespannte Haut wieder eingenäht wird. Bei einem erfahrenen Chirurgen gelingt dies so gut, dass kaum eine sichtbare Narbe zurückbleibt. Die Nachbehandlung ist etwas weniger aufwendig als nach eine klassischen Abdominoplastik.