0211 24790940

Nachbehandlung

Was sollte bezüglich der Nachbehandlung der Bauchstraffung beachtet werden?

Eine Nachbehandlung ist stets abhängig vom vorher erstellten Befund und dem daraus resultierenden Umfang der Operation. So ist der Patient nach Durchführung einer Minibauchdeckenstraffung sehr viel schneller wieder belastbar, als nach einer großen Bauchdeckenstraffung, bei der eine ‚Fleur de Lis‘ gesetzt wurde. Während der Nachbehandlung der Bauchstraffung sollten verschiedene Aspekte beachtet werden, um die Heilung voranzutreiben. Durch das Auftreten von Komplikationen erschwert sich die postoperative Behandlung. Dadurch können auch die Kosten steigen. Folgende Dinge bei normalem Verlauf der Nachbehandlung zu beachten:

Drainagen
Das Verhalten des Patienten ist für den Erfolg der Nachbehandlung von entscheidender Bedeutung.
Drainagen sorgen dafür, das Flüssigkeit, die sich in der Operationswunde sammelt, aus dem Körper geleitet wird. Eine solche Drainage erhält der Patient nach Bauchstraffung, je nach der Menge, die abläuft, für etwa 2 bis 5 Tage. Tritt keine Flüssigkeit mehr aus, wird der Schlauch der Drainage gezogen und die Wunde schließt sich.
Vor allem während der ersten 3 Wochen sollte darauf geachtet werden, dass die Naht am Unterbauch nicht zu sehr strapaziert wird. Es soll vermieden werden, dass sie sich zu sehr aufdehnt. Im Idealfall schläft der Patient auf dem Rücken und in einer klappmesserartigen Haltung. So lässt sich die Spannung an der Naht verringern. Beim Stehen und Gehen sollte nach einer Bauchstraffung eine leicht gebeugte Haltung eingenommen werden. Auch die Regulation des Stuhlganges ist wichtig. Bei Verstopfung (Obstipation) ist es sinnvoll, die Verdauung mit leichten Abführmitteln anzuregen und auf entsprechende Nahrungsmittel zu verzichten. So wird vermieden, dass sich die innen liegenden Korsettnähte durch Pressen zu stark wieder aufdehnen.

Nachbehandlung durch Kompression
Damit die Nachbehandlung erfolgreich verläuft, ist es in den ersten 24 Stunden nach einer Bauchstraffung und Fettschürzenentfernung sehr wichtig, ruhiges Verhalten an den Tag zu legen und körperlich nicht zu aktiv zu sein. Auf diese Weise kann vermieden werden, dass kleine Gefäße, die beim Eingriff eventuell unterbunden oder verödet worden sind, sich wieder öffnen. Mithilfe einer Kompressionsbandage für die erste Nacht lässt sich beispielsweise die Wahrscheinlichkeit einer Nachblutung deutlich reduzieren. Während der ersten Tage und Wochen können Schwellungen der Haut oder leichte Blutergüsse (auch seitenungleich) auftreten, was vollkommen normal ist. Für mindestens 6 Wochen nach der Operation sollte der Patient ein sogenanntes Kompressionsmieder tragen.

Arten von Fäden
Wurden bei der Operation selbstauflösende Fäden verwendet, müssen diese selbstverständlich nicht gezogen werden. Sind hingegen nicht selbstauflösende Fäden benutzt worden, werden diese nach 14 Tagen oder sogar später entfernt.

Duschen nach der Operation
Da sich die Nahtstellen in der Nähe der Schamzone befinden, wird fast immer auf die Verwendung von wasserdichten Verbänden verzichtet. Schon kurze Zeit nach der Entfernung der Drainagen (nach 2 bis 5 Tagen) ist dem Patienten das Duschen erlaubt. Vorher darf das Verbandsmaterial auf keinen Fall nass werden.

Sport treiben nach der Bauchstraffung
Sportarten, bei denen der Bauch beansprucht wird und die sehr anstrengend sind, sollten nach der Bauchstraffung für 4 bis 6 Wochen nicht ausgeübt werden.
Die hier gegebenen Hinweise sollen lediglich als Richtungsweisung dienen. Die Nachbehandlung der Bauchstraffung kann bei anderen Plastischen Chirurgen selbstverständlich deutlich anders strukturiert sein und von den hier beschriebenen Maßnahmen und Verhaltensweisen abweichen.