Fettschürzenentfernung
Welcher Unterschied besteht zur Fettschürzenentfernung?
Als besondere Form der Bauchdeckenstraffung kann die Fettschürzenentfernung bezeichnet werden. Patienten, bei denen diese Art von Operation angewendet wird, sind meist noch übergewichtig.
Eine komplette klassische Straffung der Bauchdecke ist in diesen Fällen nicht empfehlenswert, da durch die großen Mengen an oft schlechter durchblutetem Fettgewebe häufiger Komplikationen wie Infektionen, Wundheilungsstörungen, Nekrosen (Absterben von Fettgewebe), Blutergüsse oder ähnliches auftreten. Die Bauchstraffung wird hier auf ein notwendiges Mindestmaß reduziert, um eine möglichst kleine Wundfläche zu erhalten. Mit einem horizontalen Schnitt, wie im Beitrag Bauchstraffungsoperation schon beschrieben wurde, erfolgt die Fettschürzenentfernung, bevor die Wunde schichtweise mit Nähten verschlossen wird.
Der Bauchnabel wird bei diesem Eingriff, ähnlich wie auch bei der Minibauchdeckenstraffung, nicht versetzt. Die Präparation auf Ebene der Bauchdecke wird nicht bis zur Höhe des Brustbeins vorgenommen, sondern lediglich bis zum Nabel. Insofern besteht ein Unterschied zur Bauchstraffung. Durch dieses Vorgehen entsteht eine deutlich kleinere Wundfläche, wodurch die Wundränder sehr viel besser mit Blut versorgt werden und sich die Gefahr von Wundheilungsstörungen reduziert.
Sowohl bei der Fettschürzenentfernung als auch bei der Minibauchdeckenstraffung wird nur der Untere Teil des Bauches, der Unterbauch geformt. Bei der ersten kann zusätzlich eine Fettabsaugung erfolgen sofern diese moderat ausgeführt wird. Bei der Minibauchstraffung ist eine Fettabsaugung in der Regel nicht nötig, da es sich um relativ schlanke Patienten handelt, die oftmals nur eine kleine Problemzone im Bereich des Unterbauches besitzen.
Die Kosten sind bei einer Fettschürzenkorrektur wegen des geringeren Aufwandes meist niedriger zu kalkulieren, als bei der klassischen Abdominoplastik. Die Nachbehandlung gestaltet sich weniger aufwendig
